AFS-Test

Der AFS-Test ist ein pädagogisches Testverfahren, mit dem man schnell und unkompliziert feststellen kann, ob ein Kind legasthen oder dyskalkul ist. Es werden die verschiedenen Bereiche, die zum Erlernen des Schreibens, Lesens und Rechnens Voraussetzung sind, getestet.

  • Die Aufmerksamkeit: ob das Kind längere Zeit seine Aufmerksamkeit halten kann. Hat es bei Symbolen Probleme aufmerksam zu bleiben?
  • Die Sinneswahrnehmungen: Unterschiede zu sehen oder zu hören, können Reihenfolgen von Gesehenem oder Gehörtem wiedergegeben werden, oder gibt es eher Probleme in der Raumwahrnehmung, oder sogar in allen Bereichen.
  • Der Symptombereich: welche Fehler treten auf. Dazu werden Texte und/oder Aufgaben, die das Kind über einen längeren Zeitraum gemacht hat, begutachtet.

Über einen Computer wird alles objektiv ausgewertet. Anschließend kann anhand des Ergebnisses ein sehr detaillierter Trainingsplan erstellt werden. Der AFS-Test wurde vom Dyslexia Research Center entwickelt und darf ausschließlich von zertifizierten Legasthenie- und Dyskalkulietrainern (vom EÖDL) durchgeführt werden. Eine Langzeitstudie bestätigt die Wirksamkeit der AFS- Methode.


Warum IQ-Tests nicht die richtige Aussage über Legasthenie bzw. Dyskalkulie treffen, beruht auf der Tatsache, dass die Betroffenen eine differenzierte Wahrnehmung haben, die erblich bedingt ist. Häufig sind mehrere Sinneswahrnehmungen betroffen. Viele Aufgaben basieren zum Teil auf Fragen, die mit einer differenzierten Sinneswahrnehmung nicht korrekt verstanden und somit auch nicht korrekt beantwortet werden können. Somit kann ein legasthener Mensch bei einem IQ-Test kein aussagekräftiges Ergebnis erzielen.