Arbeitsblätter, Übungen und Spiele

Um lernen zu können, müssen manche Fähigkeiten trainiert und gefördert werden. Solitär und viele weitere Spiele, gewidmet vom EÖDL, finden sie auf der Seite Solitär-Spiele. Die Spiele schulen die Sinneswahrnehmungen im Zusammenspiel mit der Aufmerksamkeitsfokussierung und mit Spaß.


Arbeitsblätter und Übungen zum Ausdrucken, zum Thema Legsathenie – LRS – Dyskalkulie vom EÖDL. Das Konzept der AFS-Methode teilt die Bereiche wie folgt auf: Optische Differenzierung, Optisches Gedächtnis, Optische Serialität, Akustische Differenzierung, Akustisches Gedächtnis, Akustische Serialität, Raumorientierung, Körperschema, Symptomtraining Legasthenie, Symptomtraining Dyskalkulie und Aufmerksamkeit. Die Arbeitsblätter und Übungen sind in die verschiedenen Bereiche aufgeteilt, sodass man sich passende Übungen auswählen kann.
Zu den Arbeitsblättern vom EÖDL gehts hier lang.


Hier finden Sie Arbeitsblätter zum Vertiefen des Alphabets mit der Schulausgangsschrift (SAS) zur Unterstützung bei Problemen mit der “optischen Differenzierung”


Hier finden Sie die Zahlen 0 bis 9 als Grundschrift zum Vertiefen der Symbole bei Problemen mit der “optischen Differenzierung”.


Unter den folgenden Links von Arbeitsblätter für Symptomtraining bei Dyskalkulie.


Zum Trainieren verschiedener Sinneswahrnehmung habe ich hier ein paar Arbeitsblätter angelegt.


Ein einfaches Würfelspiel mit viel Spaß.
Beim ersten Wurf wird die erste Spalte mit der angezeigten Würfelzahl vorgelesen,
beim zweiten Wurf aus der zweiten Spalte und beim dritten Wurf aus der dritten Spalte.


Typische Anzeichen

Jeder Mensch ist anders. Auch Legastheniker/Dyskalkuliker sind nicht alle gleich. Dazu möchte ich deutlich sagen, dass nicht jeder Betroffene in allen Bereichen des Lesens, Schreibens und Rechnens Probleme entwickelt. Es ist abhängig von den individuellen Problemariken welche Bereiche trainiert und gefördert werden müssen. Bei den meisten Betroffenen stimmen allerdings mehr als 10 Anzeichen überein, nicht ständig – das kann variieren.


  • Ist leicht ablenkbar.
  • Wirkt im Schulunterricht oft abwesend, unreif, faul, nicht motiviert.
  • Wird als verhaltensauffällig beschrieben.
  • Scheint normal oder sehr intelligent, begabt, manchmal auch redegewandt zu sein, kann aber nicht angemessen lesen, schreiben oder rechnen.
  • Bei Buchstaben und/oder Wortern und/oder Zahlen besteht ein verzögertes Merkvermögen
  • Hat das Gefühl dumm zu sein, bzw. hat ein niedriges Selbstwertgefühl.
  • Geht schulischen Aufgaben aus dem Weg, versteckt oder überspielt Schwächen mit ausgeklügelten Strategien.
  • Ist leicht frustriert und emotional, wenn in der Schule gelesen, geschrieben und/oder gerechnet wird.
  • Schwierigkeiten, sich räumlich und/oder auch zeitlich zu orientieren.
  • Unsicherheit bei rechts/links – oben/unten – vorne/hinten.
  • Wirkt hyperaktiv bzw. hat einen hohen Bewegungsdrang.
  • Lernt am leichtesten durch bildhaften Unterricht sowie eigene Erfahrung und Beobachtungen.
  • Denken findet schneller statt als das Handeln.
  • Sieht Lücken im Text oder Buchstaben/Zahlen verschwimmen regelrecht vorm inneren Auge.
  • Kann Wichtiges von Unwichtigem nicht unterscheiden.
  • Hat beim Lesen, Schreiben und/oder Rechnen häufig Kopfschmerzen oder Schwindelgefühl.
  • Versteht den richtigen Sinn von Worten oft nicht.
  • Verdreht und spiegelt Buchstaben und/oder Zahlen.
  • Liest ohne Verständnis.
  • Kann Reihenfolgen von Gesehenem und/oder Gehörtem nicht korrekt wiedergeben.
  • Kann nur schwer Gedanken mit Worten erklären, fängt an zu stottern, oder spricht nur in Teilsätzen.
  • Ungenaue Form- und Größenwiedergabe der Buchstaben.
  • Ungleiche Zeilenabstände und Wortzwischenräume.
  • Schreibt über und unter die Zeile.
  • Wiederholtes Auslassen von Buchstaben, Endungen und Wörtern.
  • Hinzufügen von Buchstaben und Silben.
  • Verwechslung von optisch unterscheidbaren Buchstaben: b/d – u/n – a/e/o, beim Schreiben sehen die Buchstaben dann oft gleich aus.
  • Verwechslung ähnlich klingender Buchstaben: g/k – b/p – d/t
  • Verkrampfte Stifthaltung
  • Ungeschicklichkeit bei Ball- oder Mannschaftsspielen.
  • Schwierigkeiten bei der Fein- oder Grobmotorik.
  • Lernt nur schwer die Uhrzeit zu lesen.
  • Das Rechnen findet überwiegend zählend statt.
  • Kann Zahlen nicht mit Mengen in Verbindung bringen.
  • Sehr gutes Langzeitgedächtnis an Erlebtes, Orte oder Gesichter.
  • Kann häufig keine Ordnung halten.
  • Deutlich zu frühe oder deutlich verspätete Entwicklungsphasen.
  • Extrem hohes oder niedriges Schmerzempfinden.
  • Emotional sehr empfindasam, gutes Einfühlungsvermögen.
  • Strebt nach Perfektion.
  • Auffällig gute und schlechte Tage.

“Das beständigste am Legastheniker ist die Unbeständigkeit.”

Infos, die mir viel Verständnis gebracht haben.

Bilder sagen mehr als Worte. Hier finden Sie ein paar Links, die zum Verstehen der Themen Legasthenie bzw. Dyskalkulie beitragen können.

Zur Unterstützung bei “Legasthenie”

Hier finden sie Vorlagen zum Herunterladen und Ausdrucken die beim Lernen helfen können.



Zum Üben der Symbolbeherrschung der Buchstaben sind diese Aufstellkarten. Zum Herausfinden, welche Buchstaben Schwierigkeiten machen, kann man den Betroffenen die Buchstaben rückwärts vorlesen lassen. Es hilft, sich mit diesen Buchstaben zu befassen, indem man sie z.B. mit Knete formt und genau vergleicht.

Zum Formen der Buchstaben kann man verschiedene Materialien benutzen. Knetmasse, Schnüre, Pfeifenputzer, Wollfäden, Draht, Sand, Salzteig…

Rezept für Salzteig:
1 Tasse Salz
2 Tassen Mehl
1 Tasse Wasser
Salz und Mehl werden vermischt und unter Zugabe von Wasser zu einem festen Teig geknetet. Möchte man farbigen Teig haben, kann man diesen mit Lebensmittelfarbe vermengen. Bei etwa 150 Grad kann man die geformten Symbole ca. 45 Minuten backen.


Zur Unterstützung der Symbolbeherrschung für die Federmappe.


Wahrnehmung + bildliches Denken

und das Dilemma beim Lesen, Schreiben und Rechnen lernen.
Legasthene Menschen mit einer anderen Wahrnehmung denken vorzugsweise in Bildern. Ihr innerer Monolog von Begriffen findet fast immer nonverbal statt. Oder anders ausgedrückt, sie stellen sich alles in Bildern vor. Legasthene Menschen haben das Talent, in 3D-Bildern wahrzunehmen und sich in ihrer Vorstellung um diese Bilder herum zu bewegen und von allen Seiten zu begutachten. Das passiert meistens unbewusst und in kürzester Zeit. Mit Schulbeginn treffen diese Kinder mit dieser Wahrnehmung auf 2D (dimensionale) Buchstaben und Zahlen. Und hier entsteht das Dilemma. Da es unbewusst passiert, fangen die Kinder an, Buchstaben zu verdrehen und/oder zu spiegeln. Manche Symbole kommen ihnen gleich vor und sie erkennen nicht den Unterschied (b/d). Das sorgt für Verwirrung im Köpfchen. Bei genügend Verwirrung gaukelt ihnen die Wahrnehmung etwas vor. Texte werden mit Lücken gesehen, oder Buchstaben werden verzerrt wahrgenommen. Falsche Bilder von den Symbolen werden binnen Sekunden abgespeichert. Bilder sind viel viel schneller als Worte und funktionieren auch nicht in Reihenfolgen. Oft gibt es auch nicht das richtige Bild für den Begriff Reihenfolge. Wie soll das Alles dann also funktionieren – das Lesen, der Reihe nach die richtigen Buchstaben aussprechen?

Auch im akustischen Wahrnehmungsbereich gibt es häufig unbemerkt Probleme weil die Informationen vom Lehrer nicht beim legasthenen/dyskalkulen Schüler ankommen. Manchmal wird für das legasthene Kind zu schnell gesprochen, Erklärungen in Worten sind für das Kind nicht nachvollziehbar weil vielleicht ein Wort (fehlendes Wortbild) nicht verstanden wird. Oder alle Geräusche kommen gleich wichtig beim Kind an und die wichtigen Informationen können nicht heraus gefiltert werden (Man stelle sich vor alle Geräusche kommen über Kopfhörer gleich laut an). Schnell wirkt das Kind auf Lehrer als könne es nicht lernen und sei dumm.

Es gibt einige Möglichkeiten diese Probleme zu überwinden und jeder Betroffene muss seinen eigenen Weg finden. Grundsätzlich geht es darum, die Wahrnehmung zu trainieren und dem legasthenen/dyskalkulen Menschen zu helfen, Fehlsymbole, Fehlworte und Sinneswahrnehmung sowie die Aufmerksamkeit selbst richtig lenken zu können, um mit den zu erlernenden Kulturtechniken in der Schule gut zurecht zu kommen.

Die internationale Einteilung der Sinneswahrnehmungen, die man für das Schreiben, Lesen und Rechnen lernen benötigt, ist wie folgt aufgeteilt:

  • Optische Differenzierung
  • Optisches Gedächtnis
  • Optische Serialität
  • Akustische Differenzierung
  • Akustisches Gedächtnis
  • Akustische Serialität
  • Raumorientierung
  • Körperschema

Sind zwei oder mehrere Sinneswahrnehmungen betroffen und es tauchen Probleme beim Schrifterwerb bzw. Rechnen auf, spricht man von Legasthenie bzw. Dyskalkulie.